Schmeißen Sie Ihre Liste mit den Plänen und Vorsätzen weg. Das Leben ruft!

3 Februar 2015

Autorin: Monika Królak

Hand aufs Herz. Haben Sie eine Liste der Aufgaben für dieses Jahr vorbereitet? Haben Sie einen detaillierten Aktionsplan für die kommenden Jahre?
Wie viele Punkte gibt es dort? 10, 20, 50 oder 100?
Schmeißen Sie diese weg oder zerstören Sie alle Listen mit den Vorsätzen und Plänen!

Sie sagen bestimmt, wie denn? Was ist also mit den „Anweisungen“ der so genannten Gurus die empfehlen alles aufzuschreiben und dieser Liste dann konsequent zu folgen?

Unabhängig davon, was Sie gehört und gelesen (oft wie ein Mantra) haben, empfehle ich Ihnen sich von Listen dieser Art zu befreien.

Viele Menschen sind so stark auf ihre Listen der Pläne, Vorsätze und Wünsche (was sie wollen) fixiert, dass sie aufhören die Möglichkeiten und Chancen zu sehen, die das Leben ihnen unabhängig von ihren aufgestellten Plänen und Listen anbietet.

Kennen auch Sie auch Opfer ihrer eigenen Listen? Ich treffe viele dieser Unglücklichen. Das erweckt bei mir den Eindruck, dass sie ihr Leben nicht mehr selber leben sondern Avatare in einem Programm eines verrückten EDV Programmierers sind.

Die Liste der Beschlüsse und Pläne ist oft für viele Menschen eine Quelle der Frustration, Unzufriedenheit, Stress und Streitigkeiten mit Ihren Liebsten. Warum schikanieren sie sich selbst auf diese Art und Weise?

Die Listen mancher Leute sind schon vor ein paar Jahren entstanden in einer bestimmten Lebenslage aber sie halten ihre Besitzer noch hier und jetzt wie in einer Falle gefangen. Mittlerweile verändern wir uns ständig. Was nutzt uns also eine Liste, die unter anderen Bedingungen entstanden sind und niemals dem Zustand der Gesundheit, Fähigkeiten, Wissen und Energie von heute angepasst wurden?

Oft will das Leben uns etwas Besseres geben als das, was auf unserer Liste steht. Es kommt auch vor, dass das Leben uns eine ganz andere Richtung, eine andere Spezialität der Vielfalt des Lebens aufzeigen möchte, wir aber sind auf einem Auge blind und auf unseren Ohren taub. Wir haben doch unsere Liste.

Was werden Sie mit der genauen Liste von Planungen und Wünschen tun, wenn Sie sich auf einmal verlieben und an das sprichwörtliche Ende der Welt für diesen einen Menschen gehen wollen? Oder vielleicht verlassen Sie diesen geliebten Menschen lieber, weil Ihnen die alte Liste der Pläne so wichtig für Sie selbst ist?

Was würden Sie tun, wenn plötzlich Ihre Gesundheit es Ihnen unmöglich macht, die aktuellen beruflichen Aufgaben zu erfüllen, wenn Sie jedoch schon genau Ihre Karriere oder Weiterentwicklung in einem bestimmten Bereich geplant haben? Sagen Sie „nein“ zu Ihrer heiligen Liste?

Was, wenn Sie plötzlich damit abfinden müssen in einem anderen Land zu leben? Beschweren Sie sich, dass es dies nicht auf ihrer Liste gab?

Schlimmer noch ist es, dass viele Menschen in diesen Listen schreiben, was sie wollen, jedoch nicht, was sie brauchen. "Wollen" und "Brauchen" ist ein gewaltiger Unterschied.
Einige wollen eine Förderung im Beruf, eine neue Wohnung, teure Autos, exotische Reisen, mehr Geld, mehr Freunde, usw. Inzwischen nehmen sie nicht wahr, dass sie etwas brauchen. z. B. Liebe, Fürsorge, Zuneigung, Schlaf, ruhigen Atem, usw.

Allerdings, wenn Sie doch eine Liste mit den Plänen und Vorsätzen lieben, und Sie können ohne sie nicht überleben, würde ich Ihnen mal was Anderes empfehlen. Geben Sie dem neuen Jahr ein Motto.

Bedenken Sie, was in einem bestimmten Jahr für Sie wichtig ist und worauf Sie sich konzentrieren möchten. Ich empfehle Ihnen damit eine Klammer zu schaffen, das sowohl private als auch berufliche und soziale Angelegenheiten umfasst.

Meine Bekannte: Graphikerin, aktive Marathonläuferin, die ab und zu Workshops und Seminare gibt, Mutter von drei Kindern und Ehefrau, hat für sich selbst, das Motto "Kommunikation" ausgewählt. Dies kann auch sein: "Ich kommuniziere mit anderen."

Wieso hat sie diese Klammer ausgewählt? Die Bekannte wollte neue Kunden gewinnen und bestehende Kontakte zu Kunden richtig pflegen. Darüber hinaus wollte sie die Zeit haben, um mit den Kindern und ihrem Mann zu sprechen, regelmäßig die Workshops und Seminare führen und für den Marathon trainieren. All diese Aktivitäten werden perfekt im Wort "Kommunikation" umfasst.

Für diejenigen, die heiraten wollen, könnte es das Motto sein: "Start mit einem neuen und gemeinsamem Leben".
Das kann alles umfassen; die Vorbereitung der Hochzeit, die Suche nach einer gemeinsamen Wohnung oder einem Haus, Kauf der Ausstattung, vielleicht auch die Entscheidung über Nachwuchs.

Schmeißen Sie die alten Listen mit den Plänen und Vorsätzen weg!
Befreien Sie sich jetzt aus ihrer eigenen Sklaverei!
Das Leben ruft. Lange wird es nicht auf Sie warten.

Ihre,
Monika Królak

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